Wärmepreis Chemnitz Prüfen. Widersprechen. Klagen.

Seit dem 1. Januar 2024 zahlt Chemnitz rund 80 % mehr für Fernwärme.
Wir zeigen, warum das angreifbar ist.

eins energie hat zum 1.1.2024 nicht einfach die Preise erhöht — das Unternehmen hat die vertragliche Preisformel ausgetauscht und die Ausgangswerte neu gesetzt: am teuersten Gasfenster der Marktgeschichte. Das lässt sich prüfen. Aber nur, wenn Betroffene widersprechen. Diese Seite zeigt, wie.

+82,8 %Arbeitspreis-Sprung zum 1.1.2024 (Basiswerte netto)
276 Mio. €Ausschüttungen an die Gesellschafter 2022–2025
~21 %Netzverluste 2024 — mehr als jede fünfte Kilowattstunde

Was trifft auf Sie zu?

Ich habe einen Fernwärmevertrag Eigentümer, WEG, Vermieter, Gewerbe: Sie können direkt widersprechen, Auskunft verlangen und klagen — in fünf Schritten, mit Musterschreiben und Fristen-Checker. Ich zahle über die Nebenkostenabrechnung Mieterinnen und Mieter: Sie können die Abrechnung beanstanden und Ihren Vermieter in die Pflicht nehmen — in drei Schritten, mit Musterschreiben.
Petition unterschreiben Was kostet mich der Preissprung?

Die Geschichte in sieben Kapiteln

1. Der Preissprung

Nicht die Kosten sprangen — das Maßband wurde getauscht: neue Formel, neue Basiswerte.

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2. Die Sperrklinke

Gas wurde 47 % billiger, Ihre Rechnung kaum. Die neue Formel lässt Senkungen nur bruchteilig durch.

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3. Wer ist eins?

Vom 100-%-Stadtwerk in drei Halbierungen zu 25,5 % Stadtanteil. Größter Einzelgesellschafter: die Thüga AG, München.

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4. Die Gewinne

2018–2024: rund 493 Mio. € Bilanzgewinn, rund 469 Mio. € ausgeschüttet — ein großer Teil verlässt Chemnitz.

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5. Der Gas-Deal

Vorzeitiger Kohleausstieg, 99,6 % Erdgas, Fördermillionen — und die Kunden zahlen den Umbau über den Preis.

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6. Die Monopolfalle

Kein Wechselrecht, Gasnetz-Rückbau bis 2045: Warum „dann kündige ich eben" nicht funktioniert — und welche Rechte bleiben.

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7. Wärmeplan & Befangenheit

Der Stadtrat schreibt die Fernwärme bis 2040 fest — mitentschieden von Aufsichtsräten des Versorgers.

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Warum hat das so lange niemand bemerkt?

Weil es fast unmöglich war, es zu sehen: Die alte Preisformel steht nur in Archiv-PDFs, der Sprung fiel mitten in die allgemeine Energiekrise („Krisentarnung"), Wärmepreisbremse und Mehrwertsteuer-Wechsel machten Vergleiche unlesbar — und pro Haushalt verstecken sich die Mehrkosten als wenige hundert Euro in der Nebenkostenabrechnung. Ein Beleg für die Aufmerksamkeitslücke: In allen Preisblättern des Jahres 2025 stand ein Formelelement („NKG"), das in der abgedruckten Formel gar nicht existiert — ein volles Jahr lang, ohne dass es jemandem auffiel.Beleg

Fernwärme hat keine Preisaufsicht: keine Bundesnetzagentur, keine Genehmigungspflicht, nur nachlaufende Kartell- und AGB-Kontrolle. Ob diese Preise rechtmäßig sind, prüfen nur Gerichte — und die werden nur tätig, wenn Kunden widersprechen und klagen. Niemand kontrolliert diese Preise. Außer Sie.

Aktuelle Termine

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